Parfums: Der Duft der Frauen?
Schon seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit Jahrtausenden ist die Tradition der Parfums und Düfte gewachsen und erfreut sich vielleicht mehr denn je großer Beliebtheit: kein Wunder, da gute, wohlriechende Düfte ein Zeichen für Stil sind. Doch gilt das vorwiegend nur für das schönere Geschlecht?
Parfums und Düfte schon in Ägypten
Kleopatra war bei den alten Ägyptern eine der ersten bedeutenden Frauen, die Gebrauch von wohlriechenden Düften machte und sogar über Parfums geschrieben haben soll. Überhaupt waren die Ägypter kulturell gesehen schon hoch entwickelt, was eben aber sicher auch auf die männliche Bevölkerung zutraf.
So wurden schon vor etwa 5000 Jahren für den ägyptischen Sonnengott Ra beispielsweise wohlriechende Substanzen verfeuert – und zwar von Männern. Die Rauchtradition (Parfüm ist tatsächlich vom Lateinischen abzuleiten und heißt so viel wie „durch den Rauch“) hat sich auch in die Christentradition hinübergerettet – der Weihrauch ist nur eines von vielen Indizien dafür.
Süskind: Das Parfum
Filme wie „Der Duft der Frauen“ deuten vielleicht darauf hin, dass nichtsdestotrotz nach wie vor Frauen mit Damen Parfum in Verbindung gebracht werden; und auch in Patrick Süskinds „Das Parfum“ sind es vor allem die weiblichen Geschöpfe, die sich durch Wohlgeruch auszeichnen. Und dennoch: die Parfumindustrie verzeichnet auch bei Männern starken Wachstum.
Bekannte Unternehmen wie Douglas kreieren viele Düfte, die auch Männer – und damit selbstverständlich auch Frauen begeistern: so gibt es mittlerweile schon einige Duftklassiker für Herren, sei es von Giorgio Armani, Davidoff oder Dior. Und dieser Trend wird auch sicher noch weitergehen:
Schon lange gilt es nicht mehr als männlich, dreckig und nach einem langen Arbeitstag vor allem Schweißduft mit sich herum zu tragen. Der bewusste Mann von heute greift auch schon mal auf gute Parfums und Düfte zurück, und stellt sich so in eine jahrtausende alte Tradition. Eine Tradition mit viel Zukunft.
